Wie stelle ich im Coaching den Transfer sicher?

3 Feb , 2016 Allgemein,Coaching-Tool

Wie stelle ich im Coaching den Transfer sicher?

Zum Abschluss eines Coaching-Prozesses sollten Methoden stehen, die den Coachee beim Transfer neuer Ideen und Verhaltensweisen in den Alltag zu unterstützen. Das in besonders wichtig bei herausfordernden und komplexen Zielen, oder bei Lösungen, die für den Coachee anstrengend oder auf den ersten Blick belastend sein können. Unterstützen Sie Ihren Coachee, in dem Sie gemeinsam Strategien für einen erfolgreichen Transfer des Gelernten in den Alltag überlegen.

Eine zentrale Methode, um den Transfer zu unterstützen ist, am Ende des Coachings zu überlegen, wie die Zukunft im Bezug auf eine Fragestellung oder ein Ziel aussieht, bzw. welches die ersten Schritte dorthin sind. Der Coachee fragt sich: „Wie genau sieht meine Zukunft aus?“ und „Wie gestalte ich meine Zukunft“.

Hürden? Fragen Sie am Ende eines Coachings gezielt nach potentielle Hürden. Welche Schwierigkeiten sind jetzt schon zu erkennen die sich bei der Umsetzung eines Ziels ergeben können. Dann können bereits passende Strategien und Verhaltensweisen entwickelt werden.

Erinnerungshilfen. Sie können mit ihrem Coachee auch überlegen, was ihn dabei unterstützen kann, sich an das Ziel bzw. die geplante Verhaltensänderung zu erinnern. Das kann ein Gegenstand für die Hosentasche sein, der daran erinnert, in einer stressigen Situation erstmal tief durchzuatmen oder ein Bild im Büro, das an eine aufrechte und selbstbewusste Haltung erinnert, oder ein Musikstück, das an stärkende Erfahrungen erinnert.

Stärkende innere Bilder. Auch innere Bilder kann der Coach als Ressource nutzen, die ihn dabei unterstützen, ein Ziel zu erreichen. Sie können den Coach an Ideen und Möglichkeiten erinnern, die im Coaching erarbeitet wurden, und erlauben ihm, sich mental in einen ressourcenorientierten Zustand zu versetzen.

Mit Scheitern umgehen

Um ein Ziel tatsächlich zu erreichen oder eine Lösung umzusetzen, ist es wesentlich, die Motivation auch dann aufrecht zu erhalten, wenn etwas schiefgegangen ist oder Schwierigkeiten auftreten. Im Coaching können sie das mögliche Scheitern vorbereiten, z.B. in dem Sie mit Ihrem Coachee gezielt Situationen überlegen, in denen es vielleicht noch nicht gelingen wird, das Ziel zu erreichen. Das kann den Blick schärfen für die Situationen, in denen es gelingen wird, neue Verhaltensweisen oder Strategien umzusetzen. Außerdem können sie Situationen, in denen etwas nicht geklappt hat, oder die der Coachee als Scheitern erlebt hat nutzen, um daraus Ideen für Veränderungen abzuleiten.

Social Support

Eine weitere Ressource, die ihren Coachee beim Erreichen eines Ziels unterstützen kann, ist die soziale Umwelt. Überlegen Sie, welche Personen im Umfeld des Coachees hilfreich für das Ziel sind und dazu beitragen können, das Ziel zu erreichen. Überlegen Sie dann gemeinsame Strategien, wie diese Personen „eingeweiht“ werden können und für das eigene Ziel genutzt werden können. Bitten Sie z.B. Ihren Coachee, am Ende des Coachings eine Postkarte an sich selbst zu schreiben. Eine Leitfrage könnte sein: Heute in vier Wochen – Was könnte ich da im Blick auf mein Ziel gebrauchen? Was tut mir gut? An was möchte ich mich gerne selbst erinnern? Was möchte ich mir selbst mit auf den Weg geben.

Coaching-Übung

Gibt es ein Ziel, dass sie schon lange haben, aber an dem sie bis jetzt immer gescheitert sind?

  • Erinnern sie sich an Situationen, in denen sie etwas für ihr Ziel hätten tun können.
  • Wann hat sie etwas von ihrem Ziel abgehalten?
  • Warum haben sie sich vom Ziel ablenken lassen?
  • Können sie typische Situationen benennen, in denen ihr Ziel in Gefahr ist.

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